Lachen, Trinken, Essen und Spielen für 12.000 Euro. Dieser beeindruckende Betrag für den guten Zweck war das Ergebnis des diesjährigen, bereits achten Kabarett-Comedy-Abends des Lions Club Kleinmachnow am Mittwochabend (15.11.). Der Club hatte – mit Unterstützung der Künstleragentur Hanna Kuster – wieder ein vielfältiges Line-up von Künstlern zusammengebracht, die ohne Gage umfangreiche Auszüge ihrer Programme vorstellten.

Den Auftakt machte der Comedian Martin Sierp, der geschickt das Publikum mit einbezog und dabei mit großer Schlagfertigkeit begeisterte. Im Anschluss verbargen Annie Heger und Vanessa Maurischat böse Wortspitzen in musikalisch sehr überzeugenden Gesangs-Duetten. Nach der Pause bewies der Moderator Vincent Kliesch zunächst, dass er selbst auch über großes komödiantisches Talent verfügt, ehe das kabarettistische Schwergewicht Thomas Freitag mit großartigen Parodien und scharfsinnigen Beobachtungen den Saal endgültig zum Toben brachte.

Die gute Stimmung des Abends war auch vor und nach der Vorstellung im Foyer spürbar, wo nicht nur eifrig gespeist und getrunken wurde, sondern auch die Lose der dank Sponsoren reichhaltig bestückten Tombola schnell vergriffen waren. Alle Umsätze zusammen ermöglichten dann das bemerkenswerte Endergebnis von 12.000 €, die am Ende des Abends zu gleichen Teilen an drei geförderte Projekte aus dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit übergeben wurden.

Für die Parakanuten des „Aktiv e.V.“ aus Stahnsdorf, eine noch relativ junge Kanu-Sportart für behinderte Menschen, nahm der Trainer Paul Zech zusammen mit Sportlern den Scheck entgegen und kündigte an, das Geld in dringend benötigte Ausrüstung investieren zu wollen: „Wir haben inzwischen einige junge Talente. Vielleicht schafft am Ende der eine oder andere ja sogar den Weg bis zu den nächsten Paralympics in Tokio und Paris.“

Die zweiten Begünstigten, die Wohngruppe „Die Wattenbeker“ in Berlin-Marienfelde, waren durch die Hausleiterinnen Jeannine Suske und Marta Krezel vertreten. Dort werden aktuell Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 bis 13 Jahren betreut, die aus verschiedenen Notlagen nicht bei ihren Familien wohnen können. Das gestiftete Geld soll helfen, diesen Kindern ihren Alltag trotz der schwierigen Situation angenehmer und anregender zu gestalten. „Wir verfolgen einen stark partizipativen Ansatz“, berichtete Jeannine Suske, „insofern dürfen die Kinder über die Verwendung mit entscheiden.“ Und ergänzt scherzend: „Aber es wird sicher kein elektronisches Spielzeug für jeden geben.“

Für den dritten Spendenempfänger, der Verein „kulturvoll e.V.“, bedankten sich auf der Bühne die Vereinsvorstände Dr. Katharina Schnitzler und Ursula Pischel für die Unterstützung. Kulturvoll organisiert für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien Ferienfreizeiten und Projekte in Berlin und Brandenburg, in denen geschulte Pädagogen eine spielerische Auseinandersetzung mit künstlerischen Ausdrucksformen und Gestaltung ermöglichen. Damit soll, wie die kulturvoll-Mitbegründerin und bekannte Tatort-Schauspielerin Ulrike Folkerts in einer eigens eingespielten Video-Botschaft erklärte, „das Selbstverständnis der Kinder gestärkt werden, damit sie eine Chance erhalten, ihren Platz in unserer Gesellschaft einzunehmen.“