Liebe Lions, liebe Leos, das aktuelle Lionsjahr geht mit der International Convention in Seattle Anfang Juli zu Ende. Für die Amtsträger unter ihnen endet hoffentlich eine schöne, erfolgreiche Zeit in Ihrem Lions Club, der sicherlich eine ergiebige Quelle für Freundschaft und soziales Wohlbefinden in einer starken Gemeinschaft war und weiterhin ist. An vielen Stellen haben Sie mit Ihren Lionsfreunden dort geholfen, wo Hilfe erforderlich ist und andere Stellen dies nicht leisten können. Mit mehr als einer Million Euro spendeten unsere Clubs im Distrikt Ost-Nord einen stolzen Betrag, bundesweit waren es 27 Millionen Euro. Danke Lions.
Aber haben wir auch alles erreicht, …
…was wir uns vor einem knappen Jahr vorgenommen hatten? Sicherlich nicht. Wie sieht Ihre Bilanz aus? Waren Sie bei allen Präsenzabenden im Club, haben Sie an allen Club- und Distrikt-Activities teilgenommen, haben Sie immer den freundschaftlichen Umgang mit Ihren Freunden gepflegt? Wenn ja, sehen es die anderen auch so?
Meine Bilanz
Wenn ich meine Bilanz ziehe, muss ich zugestehen, dass ich nicht alles geschafft habe. Unsere 90 Clubs im Distrikt zwischen Rügen und Senftenberg und zwischen Frankfurt (Oder) und Ludwigslust zu besuchen, ging doch etwas über die zeitliche Kapazität hinaus. Ich habe nicht alle Lionsfreunde in unserer Lions-Gemeinschaft halten können, die es wert gewesen wären, dass ich mich noch mehr um sie kümmerte. Ich habe es aber auch nicht geschafft, viele von Ihnen zu motivieren, an den Club übergreifenden, überregionalen Veranstaltungen von Lions teilzunehmen. Als Beispiel nenne ich nur die jüngste Multi-Distrikt-Versammlung in Osnabrück. Von den Delegierten unseres Distrikts einstimmig beauftragt, hatten wir den Antrag zur Verlagerung der Lions-Bundesgeschäftsstelle von Wiesbaden nach Berlin eingereicht. Wie schwer es ist, andere von einem solchen Umzug nach Berlin zu begeistern, zeigte schon die Abstimmung zum Umzug der Bundesregierung 1991. Dass wir aber von unseren eigenen Delegierten durch mangelnde Präsenz bei der MDV in Osnabrück, einem nicht gerade sehr weit entfernten Tagungsort, so im Stich gelassen wurden, hätte ich mir nicht einmal träumen lassen. Wir haben den Antrag zurückgezogen, um keine Niederlage einstecken zu müssen.
Trauriger Rekord
Von unseren 90 Clubs waren nur 8 in Osnabrück vertreten, weniger als 9 %. Von 237 möglichen Delegierten waren nur 10 Lionsfreunde anwesend, mit knapp 5 % ein trauriger Rekord, der mich sehr nachdenklich stimmt. Habe ich selbst zu viel Engagement bei Lions eingebracht, haben meine Frau Gabriela und ich zu viel von den Lionsfreunden erwartet? Jeder Lions Club ist autark. Er entscheidet selbst, welche Activities er durchführt und wo und wie er Gutes tun will und wohin er Delegierte entsendet. Aber Lions Clubs sind international. Als äußeres Zeichen dafür tragen Sie als Mitglied die Lionsnadel, an der man Sie überall erkennen kann. Lions ist mehr als ein Club, es ist die größte und beste (laut Financial Times) Service-Organisation der Welt, keine Business-Organisation. Lions bündeln starke Kräfte und Persönlichkeiten wie Sie. Seien Sie aktiv in Ihrem Club, in Ihrer Region in Ihrem Distrikt. Ich freue mich, Sie persönlich kennenlernen zu dürfen, falls wir uns noch nicht kennen. Die Neu-Lions der vergangenen zwei Jahre lade ich hiermit zu einem Lions-Kennenlern-Nachmittag am Freitag, 17. Juni um 17 Uhr nach Berlin ein. Eine postalische Einladung ist unterwegs zu Ihnen. Ich bin auf die Resonanz gespannt. Herzliche Grüße
Ihr Hennes Schulz District Governor 2010/2011 Lions 111ON
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